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Home Archive for category "Autoren" (Page 3)
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Jesus ist geboren

in Gedichte, L

Gelobet seist du, Jesu Christ,

Daß du Mensch geboren bist,

Von einer Jungfrau, das ist wahr,

Des freuet sich der Englein Schar.

Kyrieleis.

 

Des ew´gen Vater einzig Kind

Jetzt man in der Krippe find;

In unser armes Fleisch und Blut

Verkleidet sich das ew´ge Gut.

Kyrieleis.

 

Den aller Weltkreis nie beschloß,

Der liegt in Marien Schoß;

Er ist ein Kindlein worden klein,

Der alle Ding erhält allein.

Kyrieleis.

 

Das ew´ge Licht geht da herein,

Gibt der Welt ein´n neuen Schein;

Es leucht´ wohl mitten in der Nacht

Und uns des Lichtes Kinder macht.

Kyrieleis.

 

Der Sohn des Vaters, Gott von Art,

Ein Gast in der Welt hier ward

Und führt uns aus dem Jammertal;

Er macht uns Erbn in seinem Saal.

Kyrieleis.

 

Er ist auf Erden kommen arm,

Daß er unser sich erbarm

Und in dem Himmel mache reich

Und seinen lieben Engeln gleich.

Kyrieleis.

 

Das hat er alles uns getan,

Sein groß Lieb zu zeigen an,

Des freut sich alle Christenheit

Und dank ihm des in Ewigkeit.

Kyrieleis.

 

Martin Luther

 
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Ältere Freundschaften haben…

in G, Zitate

Ältere Freundschaften haben vor neuen hauptsächlich das voraus, daß man sich schon viel verziehen hat.

 

Johann Wolfgang Goethe

 
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Das Sterben, das aus jenem…

in R, Zitate

O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.

Das Sterben, das aus jenem Leben geht,

darin er Liebe hatte, Sinn und Not.

 

Rainer Maria Rilke

 
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O ihr Engel

in Gedichte, V

Vom Himmel hoch, o Engel kommt!

Eia, susani, susani.

Kommt singt und klingt,

Kommt, pfeift und trombt.

Halleluja.

Von Jesus singt und Maria!

 

Singt Fried den Menschen weit und breit!

Eia, susani, susani.

Gott Preis und Ehr in Ewigkeit.

Halleluja.

Von Jesus singt und Maria!

 

Volkstümliches Gedicht

 
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Weihnachtliches Wiegenlied

in Gedichte, U

Da droben auf dem Berge,

Da wehet der Wind,

Da sitzet Maria

Und wieget ihr Kind,

Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand,

Dazu braucht sie kein Wiegenband.

 

Unbekannter Verfasser

 
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Wenn es Winter wird

in Gedichte, M

Der See hat eine Haut bekommen,

So daß man fast drauf gehen kann,

Und kommt ein großer Fisch geschwommen,

So stößt er mit der Nase an.

 

Und nimmst du einen Kieselstein

Und wirfst ihn drauf, so macht es klirr

Und titscher – titscher – titscher – dirr…

Heißa, du lustiger Kieselstein!

 

Er zwitschert wie ein Vögelein

Und tut grad wie ein Schwälblein fliegen.

Doch endlich bleibt mein Kieselstein

Ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

 

Da kommen die Fische haufenweis

Und schaun durch das klare Fenster von Eis

Und denken, der Stein wär etwas zum Essen.

Doch so sehr sie die Nase ans Eis auch pressen,

Das Eis ist zu dick, das Eis ist zu kalt,

Sie machen sich nur die Nasen kalt.

 

Aber bald, aber bald

Werden wir selbst auf eignen Sohlen

Hinausgehen können und den Stein wieder holen.

 

Christian Morgenstern

 
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Wintergedanken

in G, Gedichte

Willst du, Seele, nicht mehr blühen,

Da vorbei des Sommers Flucht?

Oder wenn der Herbst erschienen,

Warum gibst du keine Frucht?

 

War vielleicht zu reich dein Blühen,

War zu bunt der Farben Licht?

Denn die Blüten geben Früchte,

Aber, ach, die Blumen nicht.

 

Franz Grillparzer

 
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Die eigentliche Aufgabe eines Freundes

in T, Zitate

Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist, dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.

 

Mark Twain

 
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Mit ganzem Herzen

in K, Zitate

Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.

 

Konfuzius

 
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Winternacht

in Gedichte, L

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,

Es kracht der Schnee von meinen Tritten,

Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;

Nur fort, nur immer fortgeschritten!

 

Wie feierlich die Gegend schweigt!

Der Mond bescheint die alten Fichten,

Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,

Den Zweig zurück zur Erde richten.

 

Frost! friere mir ins Herz hinein,

Tief in das heißbewegte, wilde!

Daß einmal Ruh mag drinnen sein,

Wie hier im nächtlichen Gefilde!

 

Nikolaus Lenau

 
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