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Home Archive for category "Autoren" (Page 2)
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Das neuen Jahr erwacht

in Gedichte, R

Mit eherner Zunge

Da rut es, gebt acht!

Ein Jahr ist im Schwunge

Zu Ende gebracht.

Ihr freudigen Zecher,

Hebt tönende Becher,

Begrüßet das junge,

Das Jahr, das erwacht.

 

In Dunkel geboren,

Im nächtigen Schoß,

Da tritt´s aus den Toren

Des Lebens wie groß!

Was führst du im Schilde?

Was zeigst du im Bilde?

Was rüsten die Horen

Für wechselndes Los?

 

Laß Taten geschehen,

Stell uns auf den Plan,

Laß Palmen uns wehen,

Laß Wunden empfahn!

Daß, wenn du einst wieder

Vom Throne mußt nieder,

Du siehst, und wir sehen,

Es ist was getan –

 

Schließt, Brüder, die Runde

Und sprecht zum Gedeihn:

Stets laßt uns im Bunde

Vereinigt sein!

Doch, will es uns trennen,

So soll man erkennen,

Wie fest auf dem Grunde

Steht jeder allein.

 

Friedrich Rückert

 
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Gute Freunde

in M, Zitate

Der Sieger hat viele Freunde, der Besiegte hat gute Freunde.

 

Mongolisches Sprichwort



www.mirapodo.de

 
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Am Neujahrstag kalt und weiß

in U, Zitate

Am Neujahrstag kalt und weiß,

wird der Sommer später heiß.

 

Unbekannter Verfasser

 
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O du fröhliche!

in F, Gedichte

O du fröhliche, o du selige,

Gnadenbringende Weihnachtszeit!

Welt ging verloren,

Christ ist geboren:

Freue, freue dich, o Christenheit!

 

O du fröhliche, o du selige,

Gnadenbringende Weihnachtszeit!

Christ ist erschienen,

Uns zu versühnen:

Freue, freue dich, oh Christenheit!

 

O du fröhliche, o du selige,

Gnadenbringende Weihnachtszeit!

Himmlische Heere

Jauchzen dir Ehre:

Freue, freue dich, o Christenheit!

 

Johann Daniel Falk

 
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Drauß vom Walde komm ich her

in Gedichte, S

Von drauß vom Walde komm´ ich her;

Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

Allüberall auf den Tannenspitzen

Sah ich goldene Lichtlein sitzen;

Und droben aus dem Himmelstor

Sah mit großen Augen das Christkind hervor,

Und wie ich so strolcht´ durch den finstern Tann,

Da rief´s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,

Hebe die Beine und spute dich schnell!

Die Kerzen fangen zu brennen an,

Das Himmelstor ist aufgetan,

Alt´ und Junge sollen nun

Von der Jagd des Lebens ruhn;

Und morgen flieg´ ich hinab zur Erden,

Denn es soll wieder Weihnachten werden!“

Ich sprach: „O lieber Herre Christ,

Meine Reise fast zu Ende ist;

Ich soll nur noch in diese Stadt,

Wo´s eitel gute Kinder hat.“ –

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“

Ich sprach: „Das Säcklein, das ist hier;

Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern

Essen fromme Kindern gern.“ –

„Hast denn die Rute auch bei dir?“

Ich sprach: „Die Rute, die ist hier;

Doch für die Kinder nur, die schlechten,

Die trifft sie auf den Teil, den rechten.“

Christkindlein sprach: „So ist es recht;

So geh mit gott, mein treuer Knecht!“

Von drauß vom Walde komm´ ich her;

Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!

Nun sprecht, wie ich´s hierinnen find´!

Sind´se gute Kind, sind´s böse Kind?

 

Theodor Storm

 
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Advent! Advent!

in Gedichte, V

Advent! Advent –

Ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei,

Dann drei,

Dann vier,

Dann steht das Christkind vor der Tür

 

Volkstümliches Gedicht

 
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Das Leere zwischen

in L, Zitate

Der Reifen eines Rades wird gehalten von den Speichen,

aber das Leere zwischen ihnen ist das Sinnvolle beim Gebrauch.

Aus nassem Ton formt man Gefäße,

aber das Leere in ihnen ermöglicht das Füllen der Krüge.

Aus Holz zimmert man Türen und Fenster,

aber das Leere in ihnen macht das Haus bewohnbar.

So ist das Sichtbare zwar von Nutzen,

doch das Wesentliche bleibt unsichtbar.

 

Lao-Tse

 
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Das Christkind

in Gedichte, R

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!

Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,

mit rogefrorenem Näschen.

 

Die kleinen Hände taten ihm weh,

denn es trug einen Sack, der war gar schwer,

schleppte und polterte hinter ihm her.

 

Was darin war, möchtet ihr wissen?

Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –

denkt ihr, er wäre offen der Sack?

 

Zugebunden bis obenhin!

Doch war gewiss etwas Schönes drin!

Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

 

Anna Ritter

 


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Unsere Tränen wünschen…

in G, Zitate

Sie ist nun frei

und unsere Tränen wünschen ihr Glück.

 

Johann Wolfgang Goethe

 
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Am Christabend

in Gedichte, H

Er schläft, er schläft! Das ist einmal ein Schlaf!

So recht, du lieber Engel du!

Tu mir die Lieb´ und lieg´ in Ruh,

Gott gönnt es meinem Kind im Schlaf!

 

Erwach´ mir nicht, ich bitt´, ich bitt´!

Die Mutter geht mit stillem Tritt,

Sie geht mit zartem Muttersinn,

Und holt den Baum zur Kammer hin.

 

Was häng´ ich dir denn an?

´nen Pfefferkuchenmann,

Ein Kätzelchen, ein Spätzelchen,

Und Blumen bunt und süß und weich,

Und alles ist von Zuckerteig.

 

Genug, du Mutterherz!

Viel Süßigkeit bringt Schmerz.

Gib sparsam wie der liebe Gott.

Tagtäglich nützt kein Zuckerbrot.

 

Jetzt rote Äpfel her,

Die schönsten, die ich haben kann!

Es ist auch nicht ein Fleckchen dran,

Wer hat sie schöner, wer?

´s ist wahr, es ist´ne PRacht,

Was so ein Apfel lacht.

 

Der Zuckerbäcker wär ein Mann,

Der solche Äpfel machen kann!

Den hat nur Gott gemacht.

Was hab´ ich denn noch mehr?

 

Ein Tütelchen, hübsch weiß und rot,

Es ist eins von den schönen,

O Kind, vor bittren Tränen

Bewahr´ dich Gott, bewahr´ dich Gott!

 

Was häng´ ich sonst noch hin?

Dies Büchlein, Kind, ist auch noch dein,

Da leg´ ich Bilder dir hinein,

Gebete sind von selber drin.

 

Jetzt wär´ genug wohl da? –

Jetzt hast du alles Gute –

Der Tausend! Ja, ´ne Rute,

Die fehlte noch, da ist sie ja!

 

Vielleicht – sie freut dich nicht,

Vielleicht – sie schlägt die Haut dir wund,

So manchen war es schon gesund,

Sei gut, so schlägt sie nicht.

 

Jetzt wär´ er ausstaffiert,

Wie´n Kirmesbaum geziert.

Dann heißt es, wann der Tag erwacht,

Das Christkind hat den Baum gebracht.

 

Rief das der Wächter nicht

Schon elf? Wie doch die Zeit verrinnt!

Man merkt die Stunden nicht,

Wenn´s Herz an etwas Nahrung findt.

 

Jetzt – Gott behüte dich,

An ander Mal denn mehr!

Heut´ war es, wo der heil´ge Christ

Ein Kind we du geworden ist.

Werd´ auch so brav wie er!

 

Johann Peter Hebel

 
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