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Home Autoren Archive for category "G" (Page 3)
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Nun glänzt der Blumen farbenreicher

in G, Gedichte

Nun glüht der Sommer in der vollsten Pracht.

Sieh, wie auf dieses Rasens dichten Sammet

Durch der Platanen dunkelgrüne Nacht

Das warme Gold der Abendsonn flammet!

Und doch, und doch auf Sommers höchster Höh

Durchschauerts mich wie ein geheimes Weh,

Als sagte schon des Jahres Luft Ade!

 

Nun glänzt der Blumen farbenreicher Flor,

Die Sonnenblume hebt ihr Haupt im Garten,

In Purpur prangt der Georginen Chor,

Die Malve winkt mit leuchtenden Standarten;

Und doch, und doch wie Alles glänzt und glüht,

Um Eine trauert innig mein Gemüt,

Die Rose, ach, die Rose hat verblüht!

 

Nun ist der Wald ein schattenvoll Gemach,

Ein Zauberschloss mit hundert grünen Sälen,

Durch all des Laubwerks dichtgewölbtes Dach

Kann blitzend kaum ein Sonnenstrahl sich stehlen,

Und doch, und doch in diesen Wipfeln all,

Kein Vogelsang, sein süßer Liederschall,

Verstummt ist längst die holde Nachtigall!

 

Nun reift im Feld des Kornes goldne Frucht,

Die milde Sonne brütet lauter Segen,

Die Ähre beugt sich von der eignen Wucht

Und harrt der Sicher sommermüd entgegen,

Und doch, und doch ihr buntgeschmückten Höhn,

Ein Kleines noch, so sollt ihr öde stehn,

Und über Stoppeln wird der Herbstwind gehn!

 

Nun glänzt des Äthers wolkenloses Blau,

Der Himmel ist der Hochgewitter müde,

Die Sonne waltet ruhig ob der Au,

Auf Berg und Tälern träumt ein stiller Friede;

Und doch, und doch in Pfingstgewitterluft

Schlug frischer mir und freudiger die Brust,

Als unterm Friedenszepter des August.

 

Sag an, o Herz, was in des Sommers Pracht

Mit stiller Schwermut leise dich umschattet?

Daß kaum gedacht, der Lust ein End gemacht,

Im höchsten Schwung der Freude Flug ermattet,

Daß nur ein Traum der Jugend Rosenzeit,

Daß wie ein Gras der Erde Herrlichkeit,

Das füllt im Sommer mir mein Herz mit Leid.

 

Karl von Gerok

 
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Freunde kommen zusammen

in G, Zitate

Es kommt nicht darauf an, daß die Freunde zusammenkommen, sondern darauf, daß sie übereinstimmen.

 

Johann Wolfgang Goethe

 
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Alles Gescheite ist schon

in G, Zitate

Alles Gescheite ist schon gedacht worden. Man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken.

 

Johann Wolfgang Goethe

 
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Kinder sollten bekommen

in G, Zitate

Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel…

 

Johann Wolfgang Goethe

 

 
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Herrliches Entzücken

in G, Gedichte

Bäume leuchtend, Bäume blendend,

Überall das Süße spendend,

In dem Glanze sich bewegend,

Alt und junges Herz erregend-

Solch ein Fest ist uns bescheret,

Mancher Gaben Schmuck verehret;

Staunend schaun wir auf und nieder,

Hin und her und immer wieder.

 

Aber, Fürst, wenn dir´s begegnet

Und ein Abend so dich segnet,

Daß als Lichert, daß als Flammen

Vor dir glänzten allzusammen

Alles, was du ausgerichtet,

Alle, die sich dir verpflichtet:

Mit erhöhten Geistesblicken

Fühltest herrliches Entzücken.

 

Johann Wolfgang Goehte

 
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Nur wer die Sehnsucht kennt

Nur wer die Sehnsucht kennt,

Weiß was ich leide!

Allein und abgetrennt

Von aller Freude,

Seh ich ans Firmament

Nach jener Seite.

Ach! der mich liebt und kennt,

Ist in der Weite.

 

Es schwindelt mir, es brennt.

Mein Eingeweide.

Nur wer die Sehnsucht kennt,

Weiß, was ich leide!

 

Johann Wolfgang Goethe

 

 
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Zum Siebzigsten Geburtstag

in G, Gedichte

Wer die Körner wollte zählen,

Die dem Stundenglas entrinnen,

Würde Zeit und Ziel verfehlen,

Solchem Strome nachzusinnen.

 

Auch vergehn uns die Gedanken,

Wenn wir in dein Leben schauen,

Freien Geist in Erdeschranken,

Festes Handeln und Vertrauen.

 

So entrinnen jeder Stunde

Fügsam glückliche Geschäfte,

Segen dir von Mund zu Munde!

Neuen Mut und frische Kräfte.

 

Johann Wolfgan Goethe

 
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Betrachtung der Zeit

in G, Gedichte

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen;

Mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen;

Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht,

So ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

 

Andreas Gryphius

 
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Frühling übers Jahr

in G, Gedichte

Das Beet, schon lockert

Sich´s in die Höh,

Da wanken Glöckchen

So weiß wie Schnee;

Safran entfaltet

Gewaltge Glut,

Smaragden keimt es

Und keimt wie Blut.

Primeln stolzieren

So naseweis,

Schalkhafte Veilchen,

Versteckt mit Fleiß;

Was auch noch alles

Da regt und webt,

Genug, der Frühling,

Er wirkt und lebt.

 

Johann Wolfgan Goethe

 
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Mailied

in G, Gedichte

Wie herrlich leuchtet

Mir die Natur!

Wie glänzt die Sonne!

Wie lacht die Flur!

 

Es dringen Blüten

Aus jedem Zweig

Und tausend Stimmen

Aus dem Gesträuch

 

Und Freud und Wonne

Aus jeder Brust.

O Erd, o Sonne!

O Glück, o Lust!

 

O Lieb, o Liebe!

So golden schön,

Wie Morgenwolken

Auf jenen Höhn!

 

Du segnest herrlich

Das frische Feld,

Im Blütendampfe

Die volle Welt.

 

O Mädchen, Mädchen,

Wie lieb ich dich!

Wie blickt dein Auge!

Wie liebst du mich!

 

So liebt die Lerche

Gesang und Luft,

Und Morgenblumen

Den Himmelsduft,

 

Wie ich dich liebe

Mit warmem Blut,

Die du mir Jugend

Und Freud und Mut

 

Zu neuen Liedern

Und Tänzen gibst.

Sei ewig glücklich,

Wie du mich liebst!

 

Johann Wolfgang Goethe

 
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