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Home Posts tagged "Frühling" (Page 2)
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Frühling übers Jahr

in G, Gedichte

Das Beet, schon lockert

Sich´s in die Höh,

Da wanken Glöckchen

So weiß wie Schnee;

Safran entfaltet

Gewaltge Glut,

Smaragden keimt es

Und keimt wie Blut.

Primeln stolzieren

So naseweis,

Schalkhafte Veilchen,

Versteckt mit Fleiß;

Was auch noch alles

Da regt und webt,

Genug, der Frühling,

Er wirkt und lebt.

 

Johann Wolfgan Goethe

 
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Mailied

in G, Gedichte

Wie herrlich leuchtet

Mir die Natur!

Wie glänzt die Sonne!

Wie lacht die Flur!

 

Es dringen Blüten

Aus jedem Zweig

Und tausend Stimmen

Aus dem Gesträuch

 

Und Freud und Wonne

Aus jeder Brust.

O Erd, o Sonne!

O Glück, o Lust!

 

O Lieb, o Liebe!

So golden schön,

Wie Morgenwolken

Auf jenen Höhn!

 

Du segnest herrlich

Das frische Feld,

Im Blütendampfe

Die volle Welt.

 

O Mädchen, Mädchen,

Wie lieb ich dich!

Wie blickt dein Auge!

Wie liebst du mich!

 

So liebt die Lerche

Gesang und Luft,

Und Morgenblumen

Den Himmelsduft,

 

Wie ich dich liebe

Mit warmem Blut,

Die du mir Jugend

Und Freud und Mut

 

Zu neuen Liedern

Und Tänzen gibst.

Sei ewig glücklich,

Wie du mich liebst!

 

Johann Wolfgang Goethe

 
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Ein Maienlob

in Gedichte, U

Der edle Mai ist kommen,

Das hab ich wahrgenommen:

Die Blümlein zart in voller Blühe stehen,

Gras, Laub und Bäume sind lieblich anzusehen.

 

Die Zeit des edlen Maien,

Tut alle Welt erfreuen:

Da hört man die Waldvöglein lieblich singen,

Daß in den Bergen und Talen tut erklingen.

 

Die Maienzeit ich preise

Gleich einem Paradeise:

Da können sich im Grünen fein ergetzen

Zwei junge Lieblein und miteinander schwätzen.

 

Unbekannter Verfasser

 
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März April Mai

in Gedichte, L

Der März

Seine Hand leg an den Pflug, wer dazu berufen ward:

Wer vergebens sitzt und fault, kommt zuletzt auf breite Fahrt.

Der April

Unsrer Herzen hartes Feld soll sich öffnen zu der Frucht,

Die der Höchste von uns heischt und der Nächste bei uns sucht.

Der Mai

Einmal nur ist Mai im Jahr, immer lacht das Glücke nicht;

Wer, wann Glücke blühet, trotzt, zaget auch, wann Glücke bricht.

Dieser Monat ist ein Kuß, den der Himmel gibt der Erde,

Daß sie jetzund eine Braut, künftig eine Mutter werde.

 

Friedrich von Logau

 
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Nun treiben wir den Winter aus

in G, Gedichte

Nun treiben wir den Winter aus,

Den alten, kalten Krächzer;

Wir jagen ihn zum Land hinaus,

Den Brummbär und den Ächzer,

Und laden uns den Frühling ein

Mit Blumen und mit Sonnenschein,

Juhei! juhei, juhei!

O komm herbei!

O Mai, o Mai!

 

Das leere Stroh

Das dürre Reis

Und alles, was vermodert,

Das geben wir dem Feuer preis,

Daß hoch die Flamme lodert,

Und laden uns den Frühling ein

Mit Blumen und mit Sonnenschein;

Juhei! juhei, juhei!

O komm herbei!

O Mai, o Mai!

Guido Görres

 
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Er ist´s

in Gedichte, M

Frühling lässt sein blaues Band

Wieder flattern durch die Lüfte;

Süße, wohlbekannte Düfte

Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,

Wollen balde kommen.

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bists!

Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike

 
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