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Home Autoren Archive for category "R"
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Das neuen Jahr erwacht

in Gedichte, R

Mit eherner Zunge

Da rut es, gebt acht!

Ein Jahr ist im Schwunge

Zu Ende gebracht.

Ihr freudigen Zecher,

Hebt tönende Becher,

Begrüßet das junge,

Das Jahr, das erwacht.

 

In Dunkel geboren,

Im nächtigen Schoß,

Da tritt´s aus den Toren

Des Lebens wie groß!

Was führst du im Schilde?

Was zeigst du im Bilde?

Was rüsten die Horen

Für wechselndes Los?

 

Laß Taten geschehen,

Stell uns auf den Plan,

Laß Palmen uns wehen,

Laß Wunden empfahn!

Daß, wenn du einst wieder

Vom Throne mußt nieder,

Du siehst, und wir sehen,

Es ist was getan –

 

Schließt, Brüder, die Runde

Und sprecht zum Gedeihn:

Stets laßt uns im Bunde

Vereinigt sein!

Doch, will es uns trennen,

So soll man erkennen,

Wie fest auf dem Grunde

Steht jeder allein.

 

Friedrich Rückert

 
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Das Christkind

in Gedichte, R

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!

Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,

mit rogefrorenem Näschen.

 

Die kleinen Hände taten ihm weh,

denn es trug einen Sack, der war gar schwer,

schleppte und polterte hinter ihm her.

 

Was darin war, möchtet ihr wissen?

Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –

denkt ihr, er wäre offen der Sack?

 

Zugebunden bis obenhin!

Doch war gewiss etwas Schönes drin!

Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

 

Anna Ritter

 


www.mirapodo.de

 
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Das Sterben, das aus jenem…

in R, Zitate

O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.

Das Sterben, das aus jenem Leben geht,

darin er Liebe hatte, Sinn und Not.

 

Rainer Maria Rilke

 
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Sanft in seine Hände

in Gedichte, Home, R

Die Blätter fallen. Fallen wie von weit,

als welkten in den Himmeln ferne Gärten;

Sie fallen mit verneinender Gebärde.

 

Und in den Nächten fällt die schwere Erde

aus allen Sternen in die Einsamkeit.

 

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.

Und sie dir andre an: es ist in allen.

 

Und doch ist einer, welcher dieses Fallen

unendlich sanft in seinen Händen hält.

 

Rainer Maria Rilke



www.mirapodo.de

 
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Die höchste Stufe der Freundschaft

in R, Zitate

Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sonder die seinen.

 

Françoise de La Rouchefoucauld

 
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Leuchtend durch die heilige Nacht

in Gedichte, R

Leuchtend durch die heil´ge Nacht

zieh´n die ew´gen Sterne,

Glockenton durchdringt mit Macht

alle Himmelsferne.

Öffne nun, o Herz, dich weit,

denn die Stund´ ist gekommen,

da den Ruf glücksel´ger Zeit

wieder du vernommen.

 

Otto Roquette

 
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Füge dich der Zeit

in R, Zitate

Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz und räum ihn auch getrost: Es fehlt nicht an Ersatz!

 

Friedrich Rückert

 
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Des Sommers Wochen

in Gedichte, R

Des Sommers Wochen standen still,

es stieg der Bäume Blut;

jetzt fühlst du, daß es fallen will

in den, der alles tut.

 

Rainer Maria Rilke

 
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Der Teufel hat

in R, Zitate

Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, daß die Menschen selbst einander die Hölle heiß machen.

 

Friedrich Rückert

 
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Momente der Freundschaft

in R, Zitate

Es gibt nicht Freunde, sondern Momente der Freundschaft.

 

Jules Renard

 
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