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Home Autoren Archive for category "M"
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Zum neuen Kalenderjahr

in Gedichte, M

An tausend Wünschen federleicht

Wird sich kein Gott noch Engel kehren,

Ja, wenn es so viel Flüche wären,

Dem Teufen wären sie zu seicht.

Doch wenn ein Freund in Lieb und Treu

Dem andern den Kalender segnet,

So steht ein guter Geist dabei:

Du denkst an mich, was Liebes dir begegnet,

Ob dir´s auch ohne das beschieden sei.

 

Eduard Mörike

 
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Gute Freunde

in M, Zitate

Der Sieger hat viele Freunde, der Besiegte hat gute Freunde.

 

Mongolisches Sprichwort



www.mirapodo.de

 
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Wenn es Winter wird

in Gedichte, M

Der See hat eine Haut bekommen,

So daß man fast drauf gehen kann,

Und kommt ein großer Fisch geschwommen,

So stößt er mit der Nase an.

 

Und nimmst du einen Kieselstein

Und wirfst ihn drauf, so macht es klirr

Und titscher – titscher – titscher – dirr…

Heißa, du lustiger Kieselstein!

 

Er zwitschert wie ein Vögelein

Und tut grad wie ein Schwälblein fliegen.

Doch endlich bleibt mein Kieselstein

Ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

 

Da kommen die Fische haufenweis

Und schaun durch das klare Fenster von Eis

Und denken, der Stein wär etwas zum Essen.

Doch so sehr sie die Nase ans Eis auch pressen,

Das Eis ist zu dick, das Eis ist zu kalt,

Sie machen sich nur die Nasen kalt.

 

Aber bald, aber bald

Werden wir selbst auf eignen Sohlen

Hinausgehen können und den Stein wieder holen.

 

Christian Morgenstern

 
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Liebe ist wie…

in Gedichte, M

Lieb´ ist wie Wind,

rasch und lebendig,

ruhet nie, ewig ist sie,

aber nicht immer beständig.

 

Eduard Mörike

 
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Denken und danken

in M, Zitate

Denken und danken sind verwandte Wörter; wir danken dem Leben, in dem wir es bedenken.

 

Thomas Mann

 
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Zum neuen Jahre

in Gedichte, M

Wie heimlicher Weise

Ein Engelein leise

Mit rosigen Füßen

Die Erde betritt,

So nahte der Morgen.

Jauchzt ihm, ihr Frommen,

Ein heilig Willkommen!

Ein heilig Willkommen,

Herz, jauchze du mit!

 

In ihm sei´s begonnen,

Der Monde und Sonnen

An blauen Gezelten

Des Himmels bewegt.

Du, Vater, du rate!

Lenke du und wende!

Herr, dir in die Hände

Sei Anfang und Ende,

Sei alles gelegt!

Eduard Mörike

 

 
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Er ist´s

in Gedichte, M

Frühling lässt sein blaues Band

Wieder flattern durch die Lüfte;

Süße, wohlbekannte Düfte

Streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,

Wollen balde kommen.

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bists!

Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike

 
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