Facebook Twitter E-mail RSS
magnify

Home Autoren Archive for category "H"
formats

Für den Frühling

in Gedichte, H

Die Luft ist blau, das Tal ist grün,

Die kleinen Maienglocken blühn

Und Schlüsselblumen drunter;

Der Wiesengrund

Ist schon so bunt

und malt sich täglich bunter.

 

Drum komme, wem der Mai gefällt,

Und freue sich der schönen Welt

Und Gottes Vatergüte,

Die diese Pracht

Hervorgebracht,

Den Baum und seine Blüte.

 

Ludwig Christoph Heinrich Hölty



www.mirapodo.de

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Am Christabend

in Gedichte, H

Er schläft, er schläft! Das ist einmal ein Schlaf!

So recht, du lieber Engel du!

Tu mir die Lieb´ und lieg´ in Ruh,

Gott gönnt es meinem Kind im Schlaf!

 

Erwach´ mir nicht, ich bitt´, ich bitt´!

Die Mutter geht mit stillem Tritt,

Sie geht mit zartem Muttersinn,

Und holt den Baum zur Kammer hin.

 

Was häng´ ich dir denn an?

´nen Pfefferkuchenmann,

Ein Kätzelchen, ein Spätzelchen,

Und Blumen bunt und süß und weich,

Und alles ist von Zuckerteig.

 

Genug, du Mutterherz!

Viel Süßigkeit bringt Schmerz.

Gib sparsam wie der liebe Gott.

Tagtäglich nützt kein Zuckerbrot.

 

Jetzt rote Äpfel her,

Die schönsten, die ich haben kann!

Es ist auch nicht ein Fleckchen dran,

Wer hat sie schöner, wer?

´s ist wahr, es ist´ne PRacht,

Was so ein Apfel lacht.

 

Der Zuckerbäcker wär ein Mann,

Der solche Äpfel machen kann!

Den hat nur Gott gemacht.

Was hab´ ich denn noch mehr?

 

Ein Tütelchen, hübsch weiß und rot,

Es ist eins von den schönen,

O Kind, vor bittren Tränen

Bewahr´ dich Gott, bewahr´ dich Gott!

 

Was häng´ ich sonst noch hin?

Dies Büchlein, Kind, ist auch noch dein,

Da leg´ ich Bilder dir hinein,

Gebete sind von selber drin.

 

Jetzt wär´ genug wohl da? –

Jetzt hast du alles Gute –

Der Tausend! Ja, ´ne Rute,

Die fehlte noch, da ist sie ja!

 

Vielleicht – sie freut dich nicht,

Vielleicht – sie schlägt die Haut dir wund,

So manchen war es schon gesund,

Sei gut, so schlägt sie nicht.

 

Jetzt wär´ er ausstaffiert,

Wie´n Kirmesbaum geziert.

Dann heißt es, wann der Tag erwacht,

Das Christkind hat den Baum gebracht.

 

Rief das der Wächter nicht

Schon elf? Wie doch die Zeit verrinnt!

Man merkt die Stunden nicht,

Wenn´s Herz an etwas Nahrung findt.

 

Jetzt – Gott behüte dich,

An ander Mal denn mehr!

Heut´ war es, wo der heil´ge Christ

Ein Kind we du geworden ist.

Werd´ auch so brav wie er!

 

Johann Peter Hebel

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Trauerspruch: Mit jedem Menschen…

in H, Zitate

Mit jedem Menschen verschwindet ein Geheimnis aus der Welt,

das vermöge seiner besonderen Konstruktion nur er entdecken konnte,

und das nach ihm niemand wieder entdecken wird.

 

Friedrich Hebbel

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Alles in der Welt endet

in H, Zitate

Alles in der Welt endet durch Zufall und Ermüdung.

 

Heinrich Heine

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Wer gesund und jung bleiben will

in H, Zitate

Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.

 

Hippokrates

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

In duftger Ferne

in Gedichte, H

Der Frühling kommt auf blauen Wolkenwogen,

In duftger Ferne leuchtet sein Gefieder,

Den stillen Wald beleben frohe Lieder,

Der Heimat sind die Sänger zugeflogen.

 

E.T.A. Hoffmann

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl

in H, Zitate

Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menscheit reifer.

 

Johann Peter Hebel

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Weise erdenken neue …

in H, Zitate

Weise erdenken neue Gedanken und Narren verbreiten sie.

 

Heinrich Heine

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Sommer ist bei uns…

in H, Zitate

Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.

 

Heinrich Heine

 
Tags:
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
formats

Der Sommer, der vergeht…

in H, Zitate

Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt.

 

Victor-Marie Hugo

 
Tags: ,
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn